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Migration von EDI
Migration von EDI zu ebXML
Dieser Abschnitt
präsentiert eine CEN-Fachvereinbarung (CWA), die von der eBES/T8-Gruppe
entwickelt wurde. Sie enthält einen Leitfaden zu der übergangsweisen
Migration von UN/CEFACT-Nachrichten zu XML-Lösungen.
Sie ist eine
erste Hilfe für EDI-Anwender für die Migration vom aktuellen UN/EDIFACT-Umfeld
zu XML-fähigen Lösungen. Dabei wird der Status der ebXML-Spezifikationen
berücksichtigt, um die kompatible Migration von UN/EDIFACT zu XML auszuweiten.
ISO/TS 20625, Regeln zur Generierung von XML-Schema-Dateien (XSD) aus
EDI(FACT)-Anwendungsbeschreibungen (Technische Spezifikation)
Der bestehende
elektronische Datenaustausch (EDI) im geschäftlichen und administrativen Umfeld
erfährt derzeit im Rahmen der schnelllebigen Internet-Technologien eine rasante
Entwicklung. Mit der XML-Technologie ist abzusehen, dass ein neuer Weg zur
Durchführung von eBusiness gebahnt und dass diese Technologie mehr und mehr in
Softwareprodukte integriert wird. Dennoch müssen die in der Vergangenheit
getätigten großen Investitionen in traditionelle EDI-Systeme (basierend auf
EDIFACT) geschützt werden. Daher sollte ein reibungsloser Übergang zu
XML-Lösungen sichergestellt werden.
Die
ebXML-Initiative, die gemeinsam von der UN/EDIFACT-Organisation und OASIS
geleitet wird, definiert eine technische Infrastruktur und eine semantische
Grundlage für den XML-Datenaustausch, die als Standards vorgesehen sind.
Trotzdem müssen noch eine Reihe von Entwicklungsarbeiten für den Katalog der
Kernkomponenten und der Geschäftsprozesse unternommen werden. Da die
Implementierung der technischen Infrastruktur von Dienstleistungsanbietern und
verschiedenen Partnern einige Zeit braucht, haben Anwender und Organisationen
damit begonnen, proprietäre XML-Lösungen einzusetzen.
Zu den aktuellen
Initiativen gehört, dass ISO die Technische Spezifikation ISO/TS 20625
veröffentlicht hat, die die "Generierung von XML-Schema-Dateien aus
EDI(FACT)-Anwendungsbeschreibungen" anspricht. Diese ISO/TS basiert auf einem
vom DIN Deutsches Institut für Normung unterbreiteten Vorschlag, der durch das
ISO-Abstimmverfahren gelaufen ist.
Diese Situation
führt zu einem erhöhten Risiko, dass noch vor der bevorstehenden ultimativen
ebXML-Lösung ein Wildwuchs inkompatibler XML-Lösungen aufkommt.
T8-Gruppe
Auf seiner Gründungssitzung im Mai 2001 hat der
CEN/ISSS-Workshop "eBES" eine Arbeitsgruppe, T8, beauftragt, EDI-Anwendern für
die Migration vom aktuellen UN/EDIFACT-Umfeld zu den XML-Lösungen eine erste
Hilfe bereitzustellen.
Die T8-Gruppe
hat eine Umfrage und Beurteilung aktueller XML-Lösungsansätze von verschiedenen
Anwendern und Organisationen durchgeführt: man kam zu dem Schluss, dass alle
Lösungen proprietär und inkonsistent sind.
Die Gruppe
analysierte auch den Vorschlag des DIN an das ISO-Sekretariat für eine Norm zur
"Generierung von XML-Schemata aus EDI(FACT)-Anwendungsbeschreibungen" und
lieferte innerhalb der ISO-Stellungnahmefrist einen Input zu den Stellungnahmen
der abstimmenden Mitglieder zurück an ISO/TC 154. Dieser Prozess hat dazu
geführt, dass ISO/TC 154 die Technische Spezifikation ISO/TS 20625 für einen
Gültigkeitsdauer von 3 Jahren veröffentlicht hat.
Das Ergebnis der
obigen Arbeit der T8-Gruppe ist der im Folgenden festgehaltene Vorschlag zur
Hilfestellung bei der übergangsweisen Migration von UN/CEFACT zur XML-Lösung.
Hilfestellung bei der übergangsweisen Migration von UN/CEFACT-Nachrichten zur
XML-Lösung
EDI-Anwendern
wird empfohlen, die ISO/TS 20625 lediglich als kurzfristige Lösung zu
betrachten.
Diese Lösung
eignet sich für UN/EDIFACT-Anwender, die ein dringendes Bedürfnis zum Einsatz
von XML haben, bevor die ultimative ebXML-Architektur zur Implementierung bereit
ist.
Anwender müssen
davor gewarnt werden, dass diese Lösung die folgenden Einschränkungen und
Nachteile hat:
·
Es handelt sich
lediglich um einen Transfer von UN/EDIFACT in das XML-Umfeld, der alle
syntaxabhängigen Elemente mit eingeschränkter Funktionalität – komplex und
unanwendbar in EDIFACT hinsichtlich der Strukturen und Codelisten – verewigen
wird;
·
Die Spezifikation
liefert lediglich eine schnelle und einfache Lösung für die rasche Umsetzung der
EDI-Nachricht und basiert auf alten Technologien, die nicht die aktuellen
Prozesse und Technologien reflektieren;
·
Die technischen
Einschränkungen der UN/EDIFACT-Syntax und -Nachrichten werden bei der
Transformation in XML vererbt;
·
Die komplette
Funktionalität von XML, der XML-Schemata und anderen relevanten Standards werden
mit diesen Ansatz nicht ausgeschöpft.
Wenn diese
Technische Spezifikation der ISO als eine kurzfristige Lösung eingesetzt wird,
wird den Anwendern dringendst empfohlen, von Anfang an einen Migrationsplan für
ihre EDI-Systeme auf die künftige ebXML-Architektur aufzustellen.
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