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                                                                                     ebXML-Übersicht

"electronic Business XML ermöglicht jedem, irgendwo mit irgendjemand Geschäfte zu betreiben"

Ziel:
Bereitstellung einer offenen XML-basierten Infrastruktur, welche die weltweite Nutzung von Informationen über "electronic Business" in einer interoperablen, sicheren und konsistenten Art für alle Beteiligten gewährleistet.

Geschichte von ebXML
Die ebXML-Initiative wurde aus der Taufe gehoben, weil es einen wachsenden Bedarf gibt, zwischen Unternehmen jeder Größe und in jeder geographischen Region Geschäfte in elektronischer Form auf einfache, kostengünstige und zuverlässige Weise zu betreiben. Es gibt derzeit Technologien für den elektronischen Handel, wie z. B. den Elektronischen Datenaustausch (EDI), die diese Aufgabe gut erfüllen. Jedoch sind die Technologien oft nur kostenintensiv zu implementieren, die Informationen sind nicht von Menschen lesbar und oft ist die Nutzung von privaten, mit Gebühren behafteten Netzwerken notwendig. Diese Faktoren und auch andere haben dazu geführt, dass Technologien wie EDI nur eine geringe weltweite Marktdurchdringung erreicht haben. Im Fall von EDI reden wir gerade einmal von 5 % Marktdurchdringung mit Schwerpunkt bei den Großunternehmen. Das hoch angesetzte Prinzip von ebXML "jeder betreibt irgendwo Geschäfte mit irgend jemand" wird damit nicht erfüllt. Die ebXML-Initiative hatte ihren Start im November 1999 in San José, California. Um das gesetzte Ziel zu erreichen, wurden im Rahmen dieser Initiative eine Reihe von allgemeinen technischen und geschäftlichen Prinzipien entwickelt. Es sind:

  • die Ermöglichung eines einfachen und allgegenwärtigen "electronic Business" durch die Nutzung von XML;

  • die Nutzung der empfohlenen Technischen XML-Spezifikationen des W3C bis zur maximal praktikablen Grenze;

  • die Bereitstellung eines weltweiten, branchenübergreifenden, offenen und interoperablen Standards für den Handel zwischen Geschäftspartnern ("Business-to-Business") sowie zwischen einem Geschäftspartner und dem Kunden ("Business-to-Consumer");

  • die Zusammenführung der Struktur und der Inhaltskomponenten divergierender XML-Initiativen in einen einzelnen anwendbaren XML-Geschäftsstandard;

  • die Bereitstellung eines Ansporns, so dass die derzeit in kurzfristigen Vertikal-Lösungen gemeinsam integrierten Ressourcen derart eingesetzt werden, um eine gemeinsame, langzeitige Horizontal-Lösung zu erreichen;

  • die Unterstützung vertikaler und horizontaler Segmente der Beteiligten in Industrie und Handel;

  • die Vermeidung proprietärer Lösungen, die zu finanziellen oder Software-Anforderungen beim ebXML-Anwender führen, um irgendein einmaliges ebXML-Softwareprodukt zur Durchführung des Geschäftsdatenaustauschen zu kaufen, zu installieren und zu programmieren;

  • die Bestrebung zur Minimierung der elektronischen Betriebskosten;

  • die Bereitstellung einer mehrsprachigen Unterstützung;

  • die Anpassung an nationale und internationale Handelsanforderungen;

  • die Bereitstellung eines Migrationspfades vom akkreditierten EDI und Entwicklung von XML-

Geschäftsstandards. Die erste Phase des Projekts wurde im Mai 2001 mit der Erstellung von Spezifikationen zur Architektur und entsprechenden Schlüsselelementen für den Einsatz von "electronic Business" abgeschlossen. Mit der Anwendung von ebXML haben Unternehmen nun ein Standardverfahren, um Geschäftsnachrichten auszutauschen, Handelsbeziehungen zu pflegen, Daten auf gemeinsamer Basis zu kommunizieren und Geschäftsprozesse zu definieren und zu registrieren. 

Die ebXML-Aktivitäten werden zurzeit unter der Leitung der beiden Organisationen, die das Kernprojekt überwacht haben, fortgeführt: UN/CEFACT und OASIS.  Die Spezifikationen werden weiter verfeinert und es wurden Projekte auf den Weg gebracht, um die Realisierung und die Echtzeit-Anwendung von ebXML zu demonstrieren.

Warum die "Erweiterbare Auszeichnungssprache (XML)?
Im Geschäftswesen dient XML als ein Mittel zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen durch die Heraushebung einer neuer Technologie. Die Kostenminimierung bei der Durchführung von Geschäften auf elektronische Weise ist dabei ein Schlüsselelement. Die Kosten können in Anschaffung, Entwicklung, Aufstellung und Kundenanpassung, Integration in Geschäftsanwendungen sowie in Einsatz und Support unterteilt werden. Es wird erwartet, dass die Anwendung von XML im "electronic Business" weniger kostenintensiv sein wird als die Anwendung traditioneller Formen von EDI und jeder anderen bestehenden Technologie für den elektronischen Handel. Die erwartete Kostenreduzierung ist ein treibender Faktor für die Betrachtung von XML als künftigen Ersatz traditioneller EDI-Technologien.

Sponsoren:
Das Projekt wurde von UN/CEFACT und OASIS mit Beteiligung verschiedener Gemeinschaften, Händlern, Branchen und Organisationen überwacht.

Anmerkung
ebXML hat eine weitreichende Unterstützung von Branchen, Händlern und Behörden erlangt. Eine entsprechende Liste kann auf unseren unterstützenden ebXML-Seiten gefunden werden.

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